Samstag, 13. Mai 2017

12 von 12 Mai

Long story short: Gesammelt wird hier. 12 Bilder aus ganz unterschiedlichen Tagen. Ich mache mich jetzt auf eine Stöberrunde auf.


04:19 - zweite, nächtliche Tour zur Pipibox und weil ich schon wach bin kann ich gleich nochmal den spannenden Bauch eincremen und neues Wasser besorgen


Gepriesen seien die Bundeswehr-Unterhemden. 


Ein Grußwort und ein Artikel wollen geschrieben werden. Gestern haben zwei Philosophen, davon einer AfD-Politiker über offene Gesellschaft und Leitkultur debattiert. Karl Popper, Ernst-Wolfgang Böckenförde, Heraklit, Hegel und Hobbes auf 400 Worten unterbringen und dann bitte noch möglichst neutral. Pffff, kostet Zeit und Nerven.


Zwischendurch: Quellstück mit Dinkelflocken angesetzt


Gnocchi und Spargel in Bärlauchbutter


Das eben angekommene Packet ausgepackt.


Call me Getränkegirl. Nachdem endlich der elendige Artikel weg ist gibt es ein Päuschen. Rechts der eben neu gelieferte Himbeerblättertee. In der Mitte die Tasse des Grauens.


Mit der Cousine auf ein Eis und einen Spaziergang getroffen. Geschichten aus dem Leben einer Abiturientin gehört. Gar nicht so undankbar ums Alter gewesen. 


Unter scharfer Beobachtung...


Rhabarber geerntet und direkt im Anschluss zu ofengeröstetem Kompott verarbeitet.


Das (neue) Brot in den Ofen geschoben, das laut Rezept eigentlich Tontöpfe erforderlich macht. Ich bin gespannt.


Schnell noch den Wecker für die Brotretter gestellt und gen Stadt und Vergnügen losgezogen.



Donnerstag, 4. Mai 2017

Aufgebraucht oder guilty pleasure

Es gibt ja Menschen, die sagen von sich, dass sie vor allem deswegen gern Lokalzeitungen lesen, weil sie da merken, dass die Welt im Grunde noch ziemlich heile ist. Mein ach-im-Grunde-ist-alles-in-Ordnung-Vergnügen sind YouTube-Videos von Beautygirls und Schminkblogs. Wenn man ehrlich ist, ist es einfach unfassbarer Luxus sich mit Cremes und Salben, Pasten und Seren, Pudern und Ölen zu beschäftigen. Zumal das Format, dass 16-Jährige Produkte in die Kamera halten schon hohes guilty pleasure Potential hat. Besonders gern und besonders staunend verfolgte ich Aufgebraucht-Videos. Es ist einfach unfassbar, wie viel diese Mädels benutzen müssen, um diese Menge an aufgebrauchten Produkten zu haben.


Offensichtlich kann ich mich da ausgiebig drüber wundern. Beste Voraussetzungen für einen Selbstversuch. Als sich Anfang des Jahres abzeichnete, dass über kurz oder lang diverse Produkte das Zeitliche segnen werden, habe ich begonnen zu sammeln. An sich sieht das ja nun doch nach einer ordentlichen Menge aus. Ich habe aber spaßeshalber auch mal rekonstruiert, wie lange ich die Sachen benutzt habe. Damit relativiert sich Menge sehr schnell. Erstaunlich, wie lange das Zeug haltbar ist. Und erstaunlich, dass alles auf einmal leer ging.


Also ich (2010) angefangen habe zu studieren habe ich mir die erste Flasche 0815-Bodylotion gekauft. Das wardie zweite. Mehr muss man nicht sagen. Wurde, wie der Rest wohl auch, vor allem deshalb leer, weil ich in steter Schwangerschaftsstreifenangst inzwischen tatsächlich regelmäßig schmiere. Die Öle sind ebenfalls schon lange Begleiter. Wenn ich mit recht entsinne habe ich das Weleda-Öl seit etwa vier Jahren...


Das Reinigungsöl habe ich im März 2016 gekauft, habe es also ein Jahr lang benutzt. Das pai-Öl stammt sogar aus dem März 2015. Übrigens ist das der heilige Gral, was Gesichtspflege angeht. Die Maske habe ich im Urlaub 2014 gekauft. Himmel, merkt ihr, dass ich nicht nur ewig an einer Flasche hänge, sondern bei den meisten Sachen auch noch rekonstruieren kann, wann ich sie gekauft habe? 


Die Lippenpflege habe ich im Januar 2015 von Freundinnen zum Geburtstag bekommen. Bei den Handcremes versagt die Erinnerung. 
Heute morgen habe ich den ganzen Krempel nun endgültig entsorgt. Vielleicht gönne ich mir später zur Belohnung noch ein kleines Video. Zuerst muss ich mich aber noch eine Weile wundern mit was für unwichtigen Infos ich mir unnötigen Hirnspeicher vollgestopft habe.
Gibt es irgendjemanden, der das auch so macht? 

Donnerstag, 27. April 2017

Brotstandard und Standardbrot


Vorgestern hat mich der Zeitungsjob zu einem Vortrag über Darmgesundheit und Ernährung geführt, in dem für ein paar kurze Momente mein aktuelles Brotbackfieber in akuter Gefahr war. Grundsätzlich wird ja von großen Mengen Getreide (die der Deutsche dank zweier Bortmahlzeiten so verdrückt) eher abgeraten, weil Getreide wohl aufgrund der Schalen nicht gut verdaut werden kann. In blühenden Farben wurden die schrecklichen Folgen von Parkinson bis zu MS geschildert und ich wurde immer kleiner auf meinem Sitz, bis zum erleichterten Aufatmen. Einzige Ausnahme ist angeblich selbst gebackenes Natursauerteigbrot, eben weil es so lange dauert und durch die langen Quell- und Garzeiten die Hüllen und schwer verdaulichen Stoffe abgebaut werden. Puh, Glück gehabt.


Denn nach wie vor ist die Brotback-Begeisterung ungebrochen und spätestens aller drei Tage wird hier frisches Brot aus dem Ofen gezogen. Dem voraus geht meist akribisches Durchforsten des Internets und die Suche nach dem neusten Rezept sowie anschließendes Bemuttern des Teiges. Stündliches Begutachten des Sauerteiges und fünfminütliche Spaziergänge zum Ofen, um das Aufgehen und Einreißen des Brotes zu beobachten sind leider nur wenig übertrieben. Und dann der beste Moment: Das krachende, frische Brot anschneiden (meist noch etwas zu warm, daher auch die Röllchen am Anschnitt), schnuppern, befühlen und probieren. Gutes Brot braucht nichts mehr als Butter, um mich in den Foodhimmel zu befördern und um Scheibe um Scheibe zu schrumpfen.
Der Brotstandard hat sich gewandelt. Sollte aus Zeitmangel doch einmal ein Bäckerbrot auf den Tisch kommen rümpfe ich inzwischen verächtlich die Nase. Meine sind besser. 


Als eines der am häufigsten gebackenen Brote hat sich sehr schnell dieses rustikale Bauernbrot nach einem Rezept des großartiges Plötzblog entwickelt. Es ist einfach in der Zubereitung, schmeckt hervorragend und hat wenig gemein mit dem labbrigen Brot, das man sonst so antrifft. Meist mache ich die doppelte Menge. Neulich habe ich eine gute Portion Kümmel zugegeben und es macht sich auch als Kümmelbrot hervorragend! 

Sauerteig (20 vor Weiterverarbeitung ansetzen und bei Raumtemperatur reifen lassen)
100 gr. Roggenvollkorn
50 gr. Roggen 1150
150 gr. Wasser
15 gr. Anstellgut

Hauptteig
Sauerteig (von oben)
200 gr. Roggen 1150
100 gr. Weizenmehl 1050
175 gr. Wasser
9 gr. Salz

Den Hauptteig fünf Minuten auf niedrigster Stufe und weitere zwei Minuten auf der nächsten Stufe zu einem Teig kneten lassen. 90 Minuten Teigruhe, nach 45 Minuten ausstoßen. Dann rundwirken und mit Schluss nah unten in gut bemehlte Gärkörbchen setzen. (Mir fällt jetzt erst auf, dass ich mit Schluss nach oben backe. Spannend, muss ich mal ausprobieren, ob Schluss nach unten etwas verändert.) Nochmals 45 Minuten Gare, dann 50 Minuten mit Dampf von 250 ℃ auf 220 ℃ fallend backen. 

Mittwoch, 19. April 2017

Blick heben!

Wie es sich für gute Arbeitnehmer gehört bin ich erstmal krank in Ferien und Mutterschutz gestartet. Geplant war ja eigentlich stricken, Eis essen und Terrasse. Stattdessen wurde es jetzt Schnee (ungelogen), Kräutertee und so massive Heiserkeit, dass Tippen aus mehreren Gründen eine gute Idee ist. Wie immer ist es ein bisschen komisch nach langer Zeit wieder zu schreiben, aber da müssen wir jetzt alle durch.  


Neben krank und Arbeit war einer der größten Zeitfresser der letzten Wochen der Geburtsvorbereitungskurs. Die ehemalige Babysittermama hat mich ganz erstaunt gefragt, warum ich mir das antue, sie wäre Amok gelaufen. In der Tat manchmal weiß man nicht, ob man lachen, weinen oder wegrennen möchte. Es gibt tatsächlich Frauen, die ihre Sätze mit "Als wir dann wussten, dass wir schwanger sind..." beginnen. Übrigens sind das auch die Frauen, die völlig ungeniert eine Familienpackung Essiggurken auspacken und während des Diaabends (jawohl liebe Leute, da wird die allermodernste Technik ausgepackt) wegsnacken. Den Naturwissenschaftler inspirierte das in der Pause übrigens zum Geständnis er habe das Schwangerschaftsklischee schlechthin - Essiggurke mit Nutella - ausprobiert. Wollt ihr raten, ob er es lecker fand?
Es wurden Ultraschallbilder rumgereicht, 14 Frauen saßen bauchreibend auf Bällen und wir haben "unsere Scheiden wie Seerosen erblühen" lassen. Kann man alles machen, kann man aber auch getrost drauf verzichten, wenn ihr mich fragt. Aber immerhin neues Lebensziel: Einmal im Leben die Coolness besitzen um in einem Raum voller Menschen zu spazieren und statt dem altmodischen "Hallo" sagen "Können wir heute was zu Hämorrhoiden machen? Mir tut der Po so weh."


Seit ich die neue Kamera habe und seit letzter Woche auch noch ein Tele ist kein Motiv mehr vor mir sicher. Ich mochte die Vorgängerin schon gern, aber die Bildqualität jetzt ist nochmal um ein vielfaches besser. (Alles andere wäre bei dem Preis auch enttäuschend *hust*) Wie gut, dass die Natur, bis ich das beste Motiv überhaupt (aka Baby) fertig produziert habe, in die Vollen geht und Blüten noch und nöcher sprießen lässt. Ich hab mich für heute mal auf Magnolie und Himmel beschränkt, aber seid hiermit vorgewarnt, da wartet noch einiges. Kann jemand zufällig gute Literatur/Kurse empfehlen, wenn man sich noch ein bisschen theoretischen Background aneignen möchte? Ich bin auch noch auf der Suche nach einer Kameratasche, die nicht instant Augenkrebs verursacht.


 A propos Empfehlungen: Ich nehme mit Kusshand auch Tipps für Leipzig entgegen. In eineinhalb Wochen wollen der Naturwissenschaftler und ich Konzertkarten fürs Gewandhausorchester einlösen und der Drumrum-Plan ist noch komplett offen.
Wenn ich schon im Fragenmodus bin. Wie hieß dieser Seilspringspruch eigentlich in unserer Kindheit? Ich habe in letzter Zeit berufsbedingt einige Zeit seilschwingend auf Pausenhöfen verbracht. Die Kinder heutzutage grölen dazu "Verliebt, verlobt, verheiratet geschieden, wie viele Kinder wirst du kriegen? 1 - 2 - 3 -4 usw.". Vielleicht trügt mich meine Erinnerung, aber ich bin recht sicher, dass Scheidung bei uns noch nicht Bestandteil war, oder? Und mal angenommen ich liege richtig, wie krass ist denn bitte dieser gesellschaftliche Wandel innerhalb von gerade mal 20 Jahren? 


Freitag, 24. März 2017

Strickfasten - Auf den Nadeln

Neulich habe ich ja schonmal erzählt, dass ich die Strickerei wieder für mich entdeckt habe. Angefangene Projekte und vor allem haufenweise Wolle und große Pläne dazu im Hinterkopf habe ich ja ohnehin in beschämender Menge, vor allem angesichts des mäßigen Outputs. Als ich zu Beginn der Fastenzeit also auf der Suche nach einem guten Vorsatz war und Knechten ohne Süßigkeiten und mit übermäßigem Sport dank des Babybauchs schonmal raus waren, kam ich auf die Idee das ein oder andere Strickstück fertigzustellen.

Massiv motivationssteigernd war, dass ich das Glück hatte als Teststrickerin für dieses wunderbare Tuch fungieren zu dürfen. An Dreieckstüchern überlege ich schon seit Jahren herum, ob sie zu mir passen, wie man sie am besten "unaltmodisch" kombiniert und so weiter. Letztlich war die Zeit dann wohl reif und ich habe die Gelegenheit gern ergriffen. Die Suche nach der Originalwolle war eine wahre Odyssee, bei der ich sämtlich BC Garn Bezugsquellen im Umfeld nach und nach befragt und abgeklappert habe, bis ich mit einer Woche Verspätung dann doch online bestellt habe und mit einer weiteren Woche Verzögerung endlich zu den Nadeln greifen konnte. Dem zeitweiligen Beschäftigungsverbot sei es gedankt, dass ich dann doch recht schnell Erfolge verzeichnen konnte und auch gut bis Ende März fertig werden kann.


Eigentlich ist es ja ziemlicher Quatsch für das Sommerbaby zu stricken. Grund eins ist offensichtlich: Sommerbaby. Wenn es warm wird braucht es ganz sicher keine wollenen Hosen und Jacken. Außerdem wachsen kleine Menschen ja auch dermaßen schnell, dass man länger strickt als sie das Kleidungsstück tatsächlich anhaben, bevor sie rauswachsen. 
Eigentlich also. Uneigentlich habe ich dennoch einen Pullunder für den nächsten Winter angeschlagen. Ein 100-Gramm-Knäuel, das ich irgendwann mal aus der Wollknoll-Restekiste gezogen habe und das laut Brennprobe aus reiner Wolle zu bestehen scheint, hat locker für diese Anleitung ausgereicht. Das Rückenteil ist fertig und vorne fehlt eigentlich auch nur noch der Teil mit den Knopflöchern. Aber meistens scheitert mein Gestrick gerade an so Fitzelzeug, für das man sich (auch wenn es eigentlich nur fünf Minuten wären) konzentrieren muss. 


Und zu guter Letzt ein weiteres Teil, das auf einmal Denkarbeit erforderte und nicht mehr nur einfach geradeaus ging. Letztes Jahr habe ich im Februar bereits gezeigt, dass ich diesen Pulli angefangen habe. Sobald es an die Ärmel ging, hat mich dann die Lust verlassen mit einem Nadelspiel weiterzumachen und das gute Stück ging in die Sommerpause, aus der es gerade erst langsam wieder erwacht. Fertig wird von den alten Karteileichen also nur eine, aber immerhin. Vielleicht trägt mich die Euphorie ja noch ein Weilchen weiter. Immerhin liegen ja noch zwei andere angefangene Pullover hier... (Von der großen Sockenwollbestellung, als bei Drops Aktionswochen waren, ganz zu schweigen.)


All das darf jetzt auf zu auf den Nadeln, wo auch ganz viele andere fleißige Menschen zeigen, was sie diesen Monat so werkeln. Ich stöbere ja gern. Hat nur den großen Nachteil, dass die Wunschliste noch länger wird.

Donnerstag, 16. März 2017

Bitter-süß: Orangenmarmelade


Mein Onkel verfügt über geheime Quellen, aus denen er kistenweise aromatische Bio- Orangen besorgen konnte. Die Grundversorgung im Hause gudrunella war also den ganzen Winter über gesichert. Leider neigt sich die Saison so langsam dem Ende, zudem hat der (völlig unverständige) Körper sich inzwischen für Sodbrennen als neustes Schwangerschaftsfeature entschieden, was den Genuss doch etwas mindert.


Solange die Kiste aber noch gut gefüllt war, blieben nur alternative Verarbeitungsmethoden - in diesem Fall Orangenmarmelade. Ab und zu packt mich mal der innere Wunsch nach Trenchcoat, Regenschirm, Union Jack und Toast mit Orangenmarmelade und dann ist mir die selbstgemachte meist die liebste, denn sie ist lang nicht so bitter wie die gekaufte. All die Vollzeitbriten dürfen mich aber gern korrigieren, ob das Rezept völlig untypisch und Marmelade, die einen nicht vor lauter Bitterkeit schielen lässt, ohnehin kultureller Verrat ist. 
Bis dahin und für alle, denen es in puncto bitter vs. süß ähnlich geht, hier das erprobte Rezept. Nutzt die letzten guten Orangen der Saison. Es lohnt sich!


Zuerst werden (Menge je nach Geschmack) die Zesten von etwa fünf unbehandelten Orangen für etwa 10 Minuten in Wasser aufgekocht. Dabei entweicht der Großteil des bitteren Geschmacks.
Dann werden 900 ml frischgepresster Saft mit 350 gr. Gelierzucker aufgekocht. Nach der Gelierprobe kann die Mischung dann in gespülte Gläser gefüllt werden. Die Zesten verteile ich ganz zum Schluss auf die Gläser, durch das Gewicht sinken sie gut nach unten ein. 


Können wir bitte noch kurz über die Bilder reden? Am Sonntag hab ich ja schon erwähnt, dass ich die (alte) Kamera mal wieder in den Händen hatte. Nachdem ich sie im Dezember mit unnachahmlichem Schwung auf einem steinernen Kirchenboden ins Nirvana geschickt habe, bin ich gerade auf der Suche nach einer Nachfolgerin. Die Bilder sind nicht bearbeitet (Wasserzeichen ausgenommen) und eigentlich bin ich ganz zufrieden. Was meint ihr?


Montag, 13. März 2017

12 Bilder vom Arbeitssonntag

Schon wieder ein Sonntag und schon wieder voller Zeitungsarbeit. Langweilt ihr euch schon? Ich hoffe nicht.
Wie immer werden hier die anderen Einblicke vom 12 gesammelt.


Noch mitten in der Nacht aber schon am 12: Das Brot aus dem Ofen gezogen und müde ins Bett gewankt. Dank zeitraubender Bäckerei und vollem Zeitungsterminplan (Stichwort Männergesangsverein) war frühes Schlafengehen leider nicht drin. Stattdessen saß ein müder Schreiberling vor blinkendem Cursor und freute sich über jeden einigermaßen sinnigen Satz.


Am nächsten Morgen: Das neue Brot angeschnitten und wie jedes erstmalig versuchte Rezept dem kritischen Butterbrottest unterzogen. 


Direkt nach dem Frühstück wollte dann auch schon die to-do-Liste weiter abgearbeitet werden. Zuallererst aber mal schauen, ob die nachts noch sinnig erscheinenden Sätze bei Licht auch noch was taugen.


Währenddessen die Kamera an den Strom gehängt. 


Mittagessen trifft Schwabenklischees. War lecker!


In die neuen (flachen!) Schuhe geschmissen, um zum großen Sonntagstermin zu eilen.


Artikel über die Automeile. Sechs Autohäuser in knapp drei Stunden. Joa, muss man Autos schon mögen für sowas.


Vom Driving Instructor mitgenommen worden, der Assistenzprogramme vorführte. Mein Favorit: Neben das (dann führerlose) Auto stellen und auf dem Handy den Befehl zum Einparken geben.


Nach einem Plauder- und Bilderabgabetermin in der Redaktion mit einem riesigen Loch im Bauch heimgekommen. Mit Bananenquark und veganem Guggelhupf das Loch gefüllt.


Für die Nerven und die Schreibmotivation für die drei fehlenden Texte mit Schokolade nachgeholfen.


Mini-Strickpäuschen


Dem Vollmond Hallo gesagt und weitergeschrieben.

Freitag, 10. März 2017

Auf dem Nachttisch


Harry Potter und das verwunschene Kind - J. K. Rowling, John Tiffany, Jack Thorne

Das einzige Buch auf dem Stapel, dass ich schon durchgelesen habe (und die sieben Bände davor natürlich auch nochmal). Ursprünglich war es das Weihnachtsgeschenk des Naturwissenschaftlers, der mit Kommentar ("Was passiert?" "Keine Spoiler bitte, aber sag schon was passiert" "Und, wie weit bist du schon? Kann ich's ausleihen?") leben und lesen musste. Als ich dann tatsächlich an der Reihe war bin ich mit enorm viel Anfangseuphorie in die ersten Seiten gestartet. Endlich wieder bei Harry, Ron und Hermine, endlich wieder der Hogwarts Express und mein Lieblingsbahnsteig. Und dann ließ dieses Gefühl ziemlich schnell nach. Himmel, sind die Drei unsympathisch geworden! Vor allem Harry könnte man ja ständig schütteln. Bin ich die einzige, die Albus und Scorpius viel eher als Paar denn als Freunde gesehen hat? (Hätte ich im Übrigen auch gut gefunden homosexuelle Charaktere unterzubringen.) Und fand sonst noch jemand, dass es schade war in gewisser Weise den alten Bösewicht, den alten Konflikt und alte Spielereien wieder aufzuwärmen?

"Ich habe mich vor nichts im Leben gefürchtet" - Die ungewöhnliche Geschichte der Therese Prinzessin von Bayern - Hadumod Bußmann

Ehrlich gesagt bin ich ja ziemlich schlecht im Umgang mit  Sachbüchern. Ich mag zwar das Bild von mir selbst als jemand, der Sachbücher liest und dadurch unfassbar klug wird, aber irgendwie bleibe ich seltenst am Ball. Insofern schon ein großes Kompliment für dieses, dass ich immer wieder dazu greife. Meistens lese ich es häppchenweise, die Kapitel sind sehr schön gegliedert, überhaupt ist die Übersichtlichkeit und Struktur vorbildlich, und so ist es das ideale Zwischenpäuschenbuch.
Auf die Idee mich mit Therese zu beschäftigen kam ich übrigens durch den fabelhaften WDR ZeitZeichen-Podast. In einer Folge wurde ihre Lebensgeschichte vorgestellt und Geschichten von starken Frauen schaden ja nie. Ergo habe ich beschlossen mich näher mit der Lebensgeschichte der Frau zu beschäftigen, die gegen jede Konvention ihrer Zeit Naturwissenschaftlerin und Weltreisende wurde. Tatsächlich macht es Spaß von ihr zu lesen, insbesondere die Originalzitate aus Briefen etc. und es ist unfassbar motivierend, wenn man sieht, wie viel sie gelernt hat, alleine die elf Fremdsprachen nötigen mir Respekt ab.


Himbeeren mit Sahne im Ritz - Zelda Fitzgerald 
Noch habe ich das Buch, das angeblich diesen besonderen Zeitgeist und das Lebensgefühl der 20er so gut einfängt, gar nicht angefangen. Aber seit ich es zum Geburtstag bekommen habe darf es auch auf dem Nachttisch wohnen und spätestens seit die ganzen Bericht über die  amazon-Serie durch meine Filterblase flattern freue ich mich aufs lesen. Damals habe ich ja schon meinen Senf zum großen Gatsby abgegeben. 

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand - Jonas Jonasson

Neulich hab ich ja schon angedeutet, dass ich den Hype nicht so ganz nachvollziehen kann. Inzwischen bin ich kurz vor dem Ende und verstehe es immer noch nicht. Ich konnte zwar einen Lesefluss entwickeln, aber der angeblich so tolle Humor hat sich mir immer noch nicht erschlossen. Im Gegenteil, es ist mir nach wie vor absolut unverständlich, wie manche Menschen sagen können sie hätten bei der Lektüre immer wieder laut gelacht. Im schlimmsten Fall bin ich genervt von der oberflächlichen Charakterzeichnung, im besten Fall find ich die Irrungen und Wirrungen ganz nett. Joa, immerhin kann ich jetzt mitreden ;)

Mittwoch, 1. März 2017

Morgens bin ich Kaiserin

Ohne viele Worte: Gesammeltes der letzten Wochen. Je nachdem wie früh ich unterwegs war mal besser mal schlechter belichtet.


Englischer Tee, Brot mit selbstgemachtem Quittengelee, Khaki und Banane


Pseudo-Hipster-Smoothie-Bowl aus Banane, Orange und Khaki


Butterbrezel mit englischem Tee und Zitronenwasser.


Porridge mit Trauben und Pfirsich


Walnussbrot mit Humus (beides selbstgemacht) darauf Karotte


Standard-Smoothie aus einer ausgepressten Orange und einer Banane. Selbstgebackenes Bauernbrot mit Kräuterfrischkäse.


Griechischer Joghurt mit Honig und Nüssen. Apfel und ein Brot mit Brombeer-Johannisbeer-Marmelade.


Ein selbstgemachtes Brötchen mit Ei und Curry-Aufstrich. Irgendein Grüntee.


Ein Rest vom Sonntagsnachtisch: Milchreis mit heißen Kirschen.